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Biblischer Impuls August 2012

Kann ich noch über "Baustellen" staunen?

Sicherlich werden einige der Leser denken: "Über Baustellen staunen, das gibt es doch nicht." Ich rege mich auf, weil ich an jeder Ecke Baustellen finde, denn die hindern mich nur beim Vorwärtskommen, weil ich in Eile unterwegs bin. Sie unterbrechen meinen Tatendrang. Ich will nicht verheimlichen, dass es mir oft auch so geht! Doch neulich war ich unterwegs auf der Autobahn nach Thüringen und siehe da: "Stau"! Was mag wohl sein? Ich war, wie so oft, in Eile und hatte keine Zeit eingeplant, um Stunden im Stau zu stehen. Was nun? Es kam alles anders? Gott hatte mir eine Ruhepause verschafft, weil ich so in Hektik war und nur noch mich und das, was ich wollte, im Blick hatte. Es ging alles gut! Der Stau löste sich nach 35 Minuten auf. Die Baustelle war geräumt, der Verkehr rollte wieder und ich konnte nur staunen, wie Gott mich im Blick hatte, aber ich Gott nicht.

Was hat das mit dem MGB zu tun? Weil man staunen kann, was alles passiert, wenn Männer anfangen zu beten. Ich habe sie bei einem Gemeindeabend getroffen. Sie wollten eigentlich in ein Gartenlokal, aber das war geschlossen. Nun waren sie hier und wollten sehen was läuft. Das Thema des Abends: "Gebetskampf oder Gebetskrampf". Es waren viele Fragen, Einwände und "Für und Wieder". Aber als ich für sie gebetet habe, fingen sie an von den "Baustellen" in ihrem Leben zu erzählen. Daran kann man erkennen, dass eine "Baustelle" uns nicht nur ins Staunen bringen, sondern auch verändern kann, wo wir spüren, dass uns ein Anliegen wichtig ist und unser Herz verändert wird. Uns ist es ein Herzensanliegen "Danke" zu sagen für alle Ermutigung, Gebete und konkrete Unterstützung. Es tut gut zu wissen, nicht allein zu sein, sondern in der Verbundenheit des MGB staunen zu können, wie aus Baustellen - Hilfsstellen werden und dadurch Menschen am anderen Ende der Welt eine Hilfe erfahren, die für uns in Deutschland oft ganz selbstverständlich geworden ist. Wir können über "Baustellen" staunen und Sie?

Eurer Christian Morawek, Niederwürschnitz